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Allergien

Tja – mit mir ist damals noch eine Packung Tabletten eingezogen – gegen meine Allergie – wurde meiner Unbepelzten gesagt.

Sie musste mir jeden Tag eine Tablette geben. Ich hab sehr sehr viel geschlafen, hatte trübe Augen und hatte so gar keine Lust auf gar nix. Mein Fell war matt – mein Bauch war voller Pickelchen die mich fürchterlich gejuckt haben. Ich habe Unmengen von Wasser getrunken und war etwas mäkelig beim Füttern. Lange Spaziergänge waren nicht drinnen – ich hab mich immer wieder setzen müssen um mich auszuruhen.

Als die Tabletten dann leer waren ist meine Unbepelzte mit mir zum TA – und fragte nach mehr und was das überhaupt für Dinger sind. Der TA hat sie aufgeklärt: ich bekam Cortison . Meiner Unbepelzten war schnell klar – das Zeug muss weg!!
So haben sie und die TÄ einen Plan aufgestellt wie ich das Zeug loswerden kann. Geht natürlich nicht von heute auf morgen - das braucht viel Zeit .... ausschleichen nennt sich das. Also haben wir über mehrere Wochen das Cortison immer weiter runter dosiert.
In dieser Zeit hatte ich ständig Ohrenentzündungen (dadurch kann ich fast nix mehr hören – denn durch die ständigen Entzündungen über die Jahre sind meine Ohren kaputt).
Ständig war meine Analdrüse verstopft und musste vom TA ausgedrückt werden. Die Pusteln am Bauch waren fürchterlich ... es juckte ohne Ende und hat ganz fürchterlich gemüffelt.
Ich musste viel niesen, meine Augen tränten, die Haut juckte wie Hölle und ich hab ganz ranzig gerochen. Ich hab mich an den Pfötchen fast blutig geknabbert, mich ständig auf dem Boden geschubbelt um das Jucken im Gesicht und am ganzen Körper loszuwerden.
Es gab keine durchgeschlafenen Nächte mehr – weder für mich noch für meine Unbepelzte.
Gegen die Pusteln am Bauch haben wir dann ein Antibiotikum erhalten – hat zwar gewirkt - aber auch nur für höchstens 3 Wochen, dann ging alles wieder von vorne los mit den doofen Pusteln.

Als das Cortison endlich im Dezember 2004 dann ganz ausgeschlichen war, wusste auch meine TÄ leider nicht mehr weiter, was mir noch helfen könnte. Da hat sie meiner Unbepelzten den Rat gegeben doch mal einen Hautspezialisten für Tiere aufzusuchen.
Das Problem war nur erst mal einen solchen Spezialisten zu finden. Nach einiger Suche im Internet haben wir dann zum Glück eine Hauttierärztin gefunden. Sie ist eine Kapazität auf diesem Gebiet. Zu der sind wir dann im Januar 2005 hingefahren.

Diese Hauttierärztin hat mich dann lange lange untersucht – Abstriche genommen – meine bisherige Krankheitsgeschichte genau aufgeschrieben.
Wir haben dann mit dieser Hauttierärztin einen Plan aufgestellt wie es mit mir weitergehen sollte:

  • ich bekam ein Spezial-Shampoo gegen meine Malassezia-Hefepilze und muss nun alle 2-3 Tage gebadet werden.
  • ich bekam Ohrentropfen, die ich bis heute 1 x täglich bekomme
  • ich musste eine sogenannte Ausschlussdiät machen (Spezialfutter über mindestens 10 Wochen – keine Leckerlie, immer schön acht geben das ich nix – wirklich gar nix - außer diesem Futter aufnehme) um eine evtl. Futtermittelallergie ausschließen zu können.
  • ein spezielles Antibiotikum gegen die Pusten am Bauch (Staphylococcus-Intermedius) auf keinen Fall mehr Cortison außer im absoluten Notfall.

Tja, das alles haben wir dann über die Zeit der Ausschlussdiät (man war das ätzend – immer und immer das gleiche langweilige Futter) schön brav gemacht.
Nach Abschluss dieser ekligen Diät im März 2005 (sie hat leider gar nix gebracht) sind wir wieder zu der Hauttierärztin um einen Allergie-Test (intrakutan – also über die Haut) machen zu lassen (meine Vorbesitzerin hatte ja mal einen Blut-Allergietest machen lassen – aber laut der Spezialistin sind die leider viel, viel zu ungenau).

Heraus kamen erschreckend viele Sachen gegen die ich allergisch bin.
Geht von Bäumen (Hasel) über Gräser (z.B. Brennessel, Wegerich, Mais etc.) bis hin zu Schimmelpilzen und Futtermittelmilben (lt. TÄ hab ich voll zugelangt).

Die weitere Behandlung wurde wie folgt abgesprochen:

  • es wurde mir ein Medikament verschrieben, das neu auf dem Markt war – ähnliche Wirkung wie das Cortison – jedoch nicht ganz so höllischen Nebenwirkungen. Musste ich 1 x täglich bekommen
  • ich muss nach wie vor gebadet werden
  • die Ohrentropfen bleiben nach wie vor
  • dann wurde eine Hyposensibilsierungslösung für mich bestellt – die ich dann gespritzt bekommen soll (geht nach einem genauen Zeit- und Dosierungsplan und muss streng eingehalten werden).

Zu unserer Freude hat das neue Medikament super angeschlagen !! Schon nach ca. 3 Wochen musste ich nicht mehr so doll niesen, meine Äuglein haben nicht mehr so doll getränt, das Jucken hat FAST ganz aufgehört. Die Analdrüse hat endlich ruhe gegeben – und meine Öhrchen waren ohne Entzündungen.

Mit der Hyposensibilisierung habe wir dann im April 2005 anfangen können.
Jetzt endlich konnte ich durchschlafen ohne ständig hochzuschrecken um mich zu jucken oder an den Pfötchen zu knabbern. Ich wurde zu einem kleinen fröhlichen Hund dem der Schalk nur so aus den endlich glasklaren Augen sprüht.

Mein Fell glänzte wieder, ich hab nicht mehr so gemuffelt.... und die Spaziergänge wurde länger !
Nur die Pusteln – die blieben mir leider leider erhalten.

Meine Unbepelzte war darüber sehr unglücklich, weil sie mir Chemie ohne Ende verpassen musste. Immer wenn ich die Pusteln im Abstand von ca. 4-5 Wochen bekam, war für mindestens 21 Tage ein Antibiotikum fällig. Auf die Dauer ja auch kein Zustand.


..... die Tierheilpraktikerin hilft ....

Also den Bandscheibenvorfall hatte ich ganz gut weg gesteckt.
Blieb nur noch meine Allergie ... da war meine Unbepeltzte nicht wirklich zufrieden mit den Resultaten, denn nach wie vor hab ich ständig Chemie bekommen wie saure Drops.

Hier hat uns dann eine liebe Freundin aus den Tiefen des Internest mal an ihre THP verwiesen. Diese THP ist zwar 140 km entfernt ... aber egal. Die Hauttierärztin ist genauso weit weg :)

Da eine zweite Meinung ja nie schaden kann, hat sich meine Unbepelzte dann im Oktober 2005 mit mir auf die Reise gemacht. Die THP hat mich Untersucht – genau 5 Minuten lang – dann hab ich den Rest glatt verpennt :)
Sie hat meiner Unbepeltzen erklärt, das sie mir wohl wirklich helfen kann. Sie müsse die Krankheit nur langsam aber sicher „einkreisen“ ... und das könne dauern. Aber was ist schon Zeit .... ?? – die haben wir ja jede Menge meint meine Unbepelzte.

Also ging die Behandlung der THP los.
Das meiste, das sie mir eigentlich verschreiben wollte war nicht möglich – da ich ja gegen viele Sachen allergisch bin. So haben wir lange lange nach den passenden homöopatischen Medis suchen müssen.
Ich hab einen ganzen Batzen Medikamente verschrieben bekommen. Vor allem hat sie erst mal meine Haut aufs Korn genommen – denn die das ist ja leider noch mein Hauptproblem. Dann haben wir meinen kaputten Rücken auch gleich mit auf die Liste gesetzt.


Unser zweiter Besuch im November 2005
Allerdings kommen so nach und nach immer mehr „Wehwechen“ ans Tageslicht.
Die THP meinte, ich sei wie eine Zwiebel ... immer wenn sie eine Schale/Krankheit „ab“ hat - kommt die nächste :)

Wie die THP nach einer sogenannten „Ausleitung“ herausgefunden hat – muss ich wohl mal einen schlimmen Zeckenbiss gehabt haben. Der hat bei mir verursacht, das sich meine Nervenbahnen wohl dermaßen haben irritieren lassen – das sich das bei mir durch „scheinbares“ jucken auswirkt – es jedoch eigentlich Nervenschmerzen sind.

Der nächste Besuch war im
Dezember 2005
Die Medis wurden alle nochmals kontrolliert – es wurden welche weg gelassen – neue sind hinzu genommen.

Bis heute haben wir alles gut in den Griff bekommen – ganz ohne Chemie – und das war und ist meiner Unbepelzten am wichtigsten.

April 2006
Die Hyposensibilisierung haben wir komplett aufgegeben, die Hauttierärztin meinte das es nicht anschlägt ...Die ständige Baderei alle 3 Tage hat sich ENDLICH erledigt. War jedes mal eine Quälerei – ich hab es sooooo gehasst.

Mir geht es ganz gut – obwohl wir jetzt Frühling haben und die ersten bösen Pollen durch die Luft fliegen (ich sage nur Hasel....)


... Fortsetzung folgt ....